Expertenstandard "Pflege von Menschen mit chronischen Wunden"
Projekt - Modellhafte Implementierung in vier Berliner Diakonie-Stationen
Im Oktober 2007 wurde auf einer Konsensuskonferenz des Deutschen Netzwerkes für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) in Osnabrück der aktuelle Expertenstandard zur Pflege von Menschen mit chronischen Wunden zur modellhaften Implementierung freigegeben.
Der Diakonie-Pflege Verbund Berlin hat an der Ausschreibung zur modellhaften Implementierung teilgenommen und wurde wie 23 andere Pflegeeinrichtungen aus verschiedenen Bundesländern ausgewählt, die Praxistauglichkeit zu testen. Begleitet wird die Implementierungsphase vom wissenschaftlichen Team des DNQP unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Doris Schiemann an der FH Osnabrück.
Im Gegensatz zu den bisherigen Expertenstandards, wie beispielsweise Dekubitusprophylaxe, wird in diesem insbesondere auf die Verbesserung der Lebensqualität der von chronischen Wunden betroffenen Menschen eingegangen.
In der Präambel formuliert der Expertenstandard folgerichtig die Zielsetzung:
"Jede Patientin/Bewohnerin mit einer chronischen Wunde vom Typ Dekubitus, Ulcus cruris venosum/arteriosum/mixtum oder Diabetischem Fußsyndrom erhält eine pflegerische Versorgung die ihre Lebensqualität fördert, die Wundheilung unterstützt und die Rezidivbildung sowie die Neuentstehung von Wunden vermeidet."
Um die geforderten Kriterien des Standards zu implementieren, wurde eine Steuerungsgruppe innerhalb des Diakonie-Pflege Verbundes Berlin gebildet.
Zu den Aufgaben der Steuerungsgruppe zählte unter anderen die Planung der einzelnen Projektphasen:
Phase 1: Fortbildung der Mitarbeiter/innen zum Expertenstandard
Phase 2: Anpassung des Expertenstandards an die besonderen Bedingungen der Diakonie-Stationen
Phase 3: Einführung und Anwendung des Expertenstandards
Phase 4: Datenerhebung mit standardisiertem Audit-Instrument
Zurzeit (Mai/Juni 2008) befinden sich die vier Projekt-Diakonie-Stationen (Diakonie-Station Tiergarten, Südstern, Weißensee-Prenzlauer Berg und Hellersdorf-Marzahn) in der dritten Projektphase.
Neben der modellhaften Implementierung haben die Diakonie-Stationen in Berlin schon 2007 mit dem Aufbau eines Netzwerkes im Bereich Wundmanagement und der Qualifikation von Mitarbeiter/innen zu zertifizierten Wundmanager/innen begonnen. Damit tragen sie erheblich zur Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung in der Wundversorgung bei.
Auch in diesem Jahr wird eine Weiterbildung zum Wundmanager (WAcertŪ) in Berlin nach dem Curriculum der DGfW in Zusammenarbeit mit einem offiziellen Bildungspartner der Kammerlander - Akademie angeboten.
Diese findet in der letzten Juniwoche (Modul 1 / 23 - 27.06.2008) und ersten Juliwoche (Modul 2 / 30.06.-04.07.2008) statt.
Verfasser/in: Frau Jeanette Schneider, EVAP Fachbereich Qualitätsmanagement und ambulante
Pflegeeinrichtungen
Herr Frank Gruhle, Diakonie-Pflege Verbund Berlin gGmbH
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Kontakt für Projektinformationen:
Herr Frank Gruhle
Tel. 030 25 92 14 12, Mail: gruhle@diakonie-kreuzberg.de
Kontakt für Weiterbildungsinformationen:
Herr Raico Pschichholz
Tel. 030 25 92 15 11, Mail: pschichholz@diakonie-pflege.de
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